Im Juli 2019 hat der Gemeinderat Tübingens die Stadtverwaltung beauftragt, ein Konzept für die Zielsetzung „Tübingen klimaneutral bis 2030“ vorzulegen. In Zusammenarbeit mit ThINK (Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz GmbH) unterzog die KlimaKom dieses 2020 verabschiedete „Klimaschutzprogramm 2020-2030“ einer gutachterlichen Stellungnahme. Hierbei wurde geprüft, inwieweit mit dem Programm die Klimaneutralität (netto null) bis 2030 erreicht werden kann bzw. mit welcher Verzögerung zu rechnen ist. Nachdem das Programm noch keine Angaben dazu enthalten hat, wann, ob und mit welchem Ressourcenaufwand (Personaleinsatz, Finanzmitteleinsatz) die einzelnen Maßnahmenoptionen verfolgt werden müssen, wurden die Maßnahmenoptionen in Bezug auf die kommunale Umsetzbarkeit (inkl. der kommunalen Beteiligungsgesellschaften), die Hebelwirkung des Einsatzes von kommunalen Ressourcen und die Auswirkung auf die kommunale CO2-Bilanz bewertet und priorisiert. Es wurden drei Szenarien mit verschiedenen Ambitionsgraden erarbeitet und in einem Bericht sowie einer Kurzfassung verschriftlicht. Die Fertigstellung erfolgte 2024.
Energie- und Treibhausgasbilanzierung und Potenzialanalyse sowie Prozessunterstützung für den Landkreis Freising
Der Landkreis Freising ist ein Vorreiter im Bereich Klimaschutz. So wurde das Ziel, bis 2035 zu 100 % auf erneuerbare Energien umzusteigen, bereits 2007 im Energiewendebeschluss des Kreistages formalisiert. Gemeinsam mit Ruth Bosse und Dr. Michael Fröhlich unterstützte die KlimaKom gemeinnützige eG den Landkreis Freising 2023-2024 dabei, die Anstrengungen zur Erreichung der Ziele weiter zu erhöhen. Die Unterstützung des Klimaschutzmanagements umfasste die Ist-Analyse der Ausgangs-Situation, eine Energie- und Treibhausgasbilanzierung, eine Potenzialanalyse und Szenarien sowie die Prozessunterstützung und Schulung des Klimaschutzmanagements u.a. bei der Erstellung von Maßnahmenvorschlägen.
Wohnraum-Bedarfsanalyse Landkreis Hof
Für den Landkreis Hof und seine 27 Städten und Gemeinden ermittelten wir die Wohnraum-Bedarfe als Planungs- und Orientierungsgrundlage zur mittel- und langfristigen Wohnflächenentwicklung für die nächsten 20 Jahre. Im Rahmen der Wohnraum-Bedarfsanalyse wurde eine Darstellung der Bevölkerungsentwicklung, eine Darstellung der Wohnraumnachfrage und des Wohnraumangebotes sowie eine Bestandsaufnahme des Baulands und des sozialen Wohnungsbaus vorgenommen. Dazu wurde neben der Auswertung statistischer Daten das Wohnraumangebot direkt in den Kommunen abgefragt sowie die Bevölkerung mittels Fragebogen und Beteiligungsveranstaltung zum Wohnraumbedarf befragt. Aus den Ergebnissen wurden entsprechende Ziele für den Landkreis Hof abgeleitet. Daraus resultierende konkrete Handlungsempfehlungen können helfen, Fehlentwicklungen in der Region zu vermeiden, ein optimales Wohnungsangebot sicherzustellen und gleichzeitig die endliche Ressource Fläche bestmöglich zu schonen. Die Analyse wurde 2024 abgeschlossen.
Klimafit
Klimawandel vor der Haustür! Was kann ich tun?
Rund um den Globus fordern Menschen ein entschlossenes Handeln für mehr Klimaschutz von Politik und Wirtschaft. Kommunen sind Schlüsselakteure in diesem Prozess. Welche Verantwortung sie tragen und welche Möglichkeiten es gibt, dem Klimawandel auf regionaler Ebene entgegenzuwirken, können Interessierte seit 2017 im Kurs „klimafit – Klimawandel vor der Haustür! Was kann ich tun?“ erfahren und tiefer dazu einsteigen. Von Herbst 2021 bis Dezember 2024 stellte Klima-Kom für das vom WWF Deutschland beauftragte Projekt den „Hub Bayern“. KlimaKom betreute alle bayerischen Standorte und schuf interessierten Volkshochschulen dabei eine Plattform für ein klimafit-Format. KlimaKom organisierte Kursleitungen, sprach Volkhochschulen an und vernetzt die interessierten Volkshochschulen mit den lokalen und regionalen Klimaschutzmanagements.
klimafit: gemeinsam handeln, jetzt!
Bei dem Projekt „klimafit: gemeinsam handeln, jetzt!“, handelt es sich um ein Kurskonzept zur Durchführung an Volkshochschulen und kirchlichen Erwachsenenbildungseinrichtungen in Oberfranken mit dem Ziel, Menschen vor Ort über die lokalen du regionalen Folgen des Klimawandels zu informieren und sie für ein Engagement im Klimaschutz zu motivieren. Durch die Einbindung der regionalen Klimaschutzmanagements, sowie lokaler Initiativen, die sich für eine sozial-ökologische Transformation einsetzen, erhalten die Kursteilnehmenden nicht nur Informationen, sondern auch Kontakte und praktische Anregungen, um sich auch über den Kurs hinaus in ihrer Region zu engagieren. Ziel der fünfteiligen Kursreihe ist es, interessierte Menschen in Oberfranken durch Wissens- und Kontaktvermittlung für den kommunalen Klimaschutz zu motivieren und konkrete Projekte vor Ort anzustoßen.
Mehr zu Klimafit: https://www.klimafit-kurs.de
Klima (ange-)passt! Dialogveranstaltung Landkreis Kitzingen
Im Zeitraum von August bis November 2024 wurde im Auftrag des Landkreises Kitzingen eine Dialogveranstaltung zur Klimaanpassung vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet. Ziel war es, kommunale Akteure für das Thema zu sensibilisieren und regionale Anpassungsmöglichkeiten aufzuzeigen. In enger Abstimmung mit dem Auftraggeber wurden zwei Vorbereitungsgespräche durchgeführt, das Veranstaltungskonzept samt Ablaufplan erstellt und die Veranstaltung mit rund 30 Teilnehmenden erfolgreich umgesetzt. Die Ergebnisse wurden dokumentiert und flossen in die Entwicklung eines Konzepts für eine auf die Region zugeschnittene Veranstaltungsreihe für die Jahre 2025 bis 2027 ein.
Klimaschutzkonzept für die ILE MainLand Allianz
Die KlimaKom erstellte für die fünf Kommunen der ILE MainLand Allianz ein gemeinsames Klimaschutzkonzept nach den Förderrichtlinien der KommKlimaFöR Bayern. Damit will die ILE ihre Vorbild- und Impulsgeberfunktion für die Entwicklung und Umsetzung von konkreten Klimaschutzmaßnahmen in der Region festigen und Klimaschutz als Querschnittsaufgabe in der Allianz dauerhaft zu verankern. Dafür wurde zunächst eine Energie- und Treibhausgas-Bilanz nach Bisko-Standard erstellt, um den IST-Zustand zu erfassen und gemeinsam mit den Gemeinden eine Zieldefinition für eine Treibhausgasneutralität bis 2040 festgelegt. Auf dieser Basis wurden kurz- und mittelfristig technisch und wirtschaftlich umsetzbare Einsparpotenziale sowie die Potenziale der Energieeffizienz in allen relevanten Bereichen erarbeitet. Zusammen mit einer Steuerungsgruppe bestehend aus den Bürgermeistern der Gemeinden sowie in Bürgerbeteiligungsveranstaltungen wurden daraus konkrete Maßnahmen zur Zielerreichung entwickelt. Das Konzept setzt den Schwerpunkt auf einen handlungsorientierten Ansatz der neben fundierten Grundlagenerhebungen vor allem einen Umsetzungsprozess im Sinne einer nach Themenschwerpunkten sortierten Klimaschutzarbeit anstoßen soll und ist schlussendlich als Grundlage für eine langfristige Prioritätenplanung und Entscheidungshilfe zu verwenden. Die Fertigstellung erfolgte im Jahr 2024.
Klimastudie und Klimaschutzkonzept für Stadtbergen
In Zusammenarbeit mit ThINK (Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz GmbH) erstellte die KlimaKom für die Stadt Stadtbergen ein Klimaschutzkonzept nach dem Förderschwerpunkt „Klimaschutz in Kommunen“ im Klimaschutzprogramm Bayern 2050 (KommKlimaFör). In der Studie wurden zentrale Handlungsfelder definiert und Reduktionspfade aufgezeigt, welche in Form von strategischen Ansätzen und daraus resultierenden Maßnahmen auf die operationelle Ebene heruntergebrochen wurden. Für alle Akteure wurde Planbarkeit und Verlässlichkeit Planbarkeit und Verlässlichkeit geschafft und die Akzeptanz der erarbeiteten Klimaschutzmaßnahmen erhöht. Schon während der Konzepterstellung wurden Beteiligungsveranstaltungen durchgeführt, die eine ernsthafte Diskussion über die Umsetzbarkeit der städtischen Klimaschutzziele ermöglichten. Neben den notwendigen technischen Veränderungen wurden zudem Impulse für den notwendigen kulturellen Wandel im Sinne einer Suffizienz und in der Betrachtung von Exnovationsnotwendigkeiten (d.h. dem Auslaufen von nicht-nachhaltigen Praktiken) gegeben. Das Klimaschutzkonzept bildet so eine solide, politisch beschlossene Grundlage für einen langfristig angelegten kommunalen Klimaschutz und wurde 2024 abgeschlossen.
Moderation Klimakonferenz Landkreis Haßberge
Während der Bayerischen Klimawoche (11.10. – 20.10.2024) fand am 18. Oktober 2024 die zweite Klimakonferenz des Landkreises Haßberge in Haßfurt statt. Unter dem Motto „Gemeinsam nachhaltig: Regional profitieren“ wurde der Fokus auf Zusammenarbeit und Wertschöpfung vor Ort gelegt.
Das Publikum nutzte die Möglichkeit, um mit Referentinnen und Referenten einen umfassenden Blick auf globale Zusammenhänge zu werfen, sich über den Entwicklungsstand des regionalen Klimaschutzes und der regionalen Energiewende zu informieren, über Herausforderungen und Handlunsperpesktiven zu diskutieren. Neben dem Austausch, den Fachvorträgen und Präsentationen, wurde ebenfalls das am 8. Oktober 2024 gegründete Regionalwerk vorgestellt. Die Klimakonferenz verdeutlichte den vorbildlichen Weg des Landkreises Haßberge, der eine echte Vorreiterrolle in Bayern einnimmt, wovon auch die Bevölkerung in der Region profitiert.
Mehr Informationen: https://www.hassberge.de/ar/landkreis-hassberge/klima/veranstaltungen/klimakonferenz.html
Prozessunterstützung des Klimaschutzmanagements im Wartburgkreis
Der Wartburgkreis hat im Zeitraum von 2020 bis 2022 im Rahmen des Erstvorhabens gefördert durch die Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) ein Klimaschutzkonzept entwickelt und final beschlossen. Wunsch des Auftraggebers ist es, den Klimaschutz als Querschnittsaufgabe in der Verwaltung dauerhaft zu verankern, das bestehende Konzept als Grundlage für eine langfristige Prioritätenplanung und Entscheidungshilfe zu verwenden und dafür die richtigen Strukturen aufzubauen und Entscheidungen zu treffen, um Klimaschutzmaßnahmen kosten- und personaleffizient anzustoßen und umzusetzen. Dazu wurde die KlimaKom beauftragt, die Verwaltungsleitung und die Klimaschutzmanagerin dabei unterstützen, den Klimaschutz bei den zuständigen Fachämtern zu verankern, eine gute Koordination der ämterübergreifenden Zusammenarbeit und des Maßnahmencontrollings anzustoßen. Mit Hilfe der Prozessunterstützung wird die Klimaschutzmanagerin befähigt, die zentrale Steuerung und das Controlling von Klimaschutzmaßnahmen eigenständig weiterzuentwickeln und z.B. in Form von Workshops mit dem Mitarbeitenden der Landkreisverwaltung umzusetzen. Die Prozessunterstützung dient damit dem Ziel langfristigen Sicherung der Klimaschutzaktivitäten im Wartburgkreis und ermöglicht ferner auch ein Wissensmanagement in der Kommunalverwaltung.
Demografiefeste Kommune Bayreuth – Integrierte Sozialplanung mit Sozialraummonitoring
Als Bestandteil einer inklusiven, integrativen kommunalen Entwicklungsplanung erstellt die Stadt Bayreuth im Rahmen des vom StMFH geförderten Pilotprogrammes „Demografiefeste Kommune“ eine integrierte Sozialplanung. Mithilfe eines Sozialmonitorings sollen sozialräumliche Unterschiede im Stadtgebiet und den stadtteilspezifischen Förderumfang quantitativ und qualitativ erkennbar und auswertbar sowie im Sinne eines Sozialcontrollings Wirkungen und Erfolg der Leistungserbringung messbar werden. Anhand einer Stadtteilanalyse inklusive Auswertung demografischer Daten und sozialer Infrastrukturen wurde die notwendige Grundlage für das Sozialraummonitoring geschaffen und bereits erste Indikatoren identifiziert. Darauf aufbauend wurde ein umfassender Indikatorenkatalog erstellt und auf Relevanz, Verfügbarkeit und Datenqualität geprüft. Dahingehend konnte eine Priorisierung einzelner Themen und Indikatoren für die erste Stufe des Sozialmonitorings vorgenommen werden. Gleichzeitig wurde ein Verstetigungsansatz zur zukünftigen Weiterentwicklung und Aktualisierung des Sozialmonitoring entwickelt. Dazu wurden Strukturen für eine stetige und standardisierte Erfassung der Daten aufgebaut. Eine digitale Lösung in Form eines Sozialmonitoring-Systems soll zukünftig allen relevanten städtischen Dienststellen zur Verfügung stehen und eine öffentliche Schnittstelle / Informationsplattform bieten. Das Sozialmonitoring dient auch als Datengrundlage für die jährliche Berichterstattung. Das Projekt wird im Dezember 2025 abgeschlossen.
