Evaluation und wissenschaftliche Begleitung zur städtebaulichen Erneuerung im Stadtkern Teuschnitz gestartet

KlimaKom erarbeitet zusammen mit der Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung der Universität Bayreuth die wissenschaftliche Evaluation zur städtebaulichen Erneuerung im Stadtkern Teuschnitz.

Unter dem Leitbild „Arnikastadt Teuschnitz“ sollen die bisherigen Projekte und Maßnahmen systematisch daraufhin untersucht werden, welche Wirkung sie für Wirtschaft, soziale Entwicklung und Stadtbild entfaltet haben.

Die Ergebnisse werden in einem Abschlussbericht mit Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen für die weitere Entwicklung Teuschnitz und für die regionale Stadtentwicklung insgesamt aufbereitet. So entsteht eine fundierte Entscheidungsgrundlage für zukünftige Projekte, Förderstrategien und Schwerpunkte der Stadt.

Prozessunterstützung Klimaschutzmanagement Stadt Weiden i.d.OPf.

KlimaKom unterstützt seit Dezember 2025 das Klimaschutzmanagement der Stadt Weiden i.d. OPf., um Klimaschutz als dauerhafte Querschnittsaufgabe in der Verwaltung zu verankern.

Es sollen strategische Fokussierung, klare Zuständigkeiten, zielführende Arbeitsstrukturen und ein niedrigschwelliges Monitoring erarbeitet werden, um die praxisnahe und effiziente Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in Weiden weiterhin zu ermöglichen und auf neue Rahmenbedingungen flexibel reagieren zu können.

Stadtklimaanalyse für die Kernstadt von Abensberg

Die Stadt Abensberg verfügt über eine historisch wertvolle Altstadt, welche sich jedoch aufgrund des geschlossenen Baukörpers mit zunehmendem Klimawandel stark aufheizt. Im Zuge der Erstellung eines ISEKs ist dabei der Bedarf an einer Stadtklimaanalyse für die Innenstadt aufgekommen. Die KlimaKom gemeinnützige eG hat diese Stadtklimaanalyse im Zeitraum August bis Dezember 2025 zusammen mit unserem Partner Pink Stadt- und Freiraumplanung PartGmbB durchführt.

Für die zukünftige Stadtentwicklung entstehen durch die Klimaauswirkungen neue und teils erhebliche Herausforderungen und Zielkonflikte. In Städten und verdichteten Ortskernen verstärkt sich die Hitzebelastung als Folge des Klimawandels zusätzlich durch den sogenannten „städtischen Wärmeinseleffekt“: Dichte Bebauung und versiegelte Flächen speichern Wärme und verringern die Luftzirkulation, wodurch die Temperaturen weiter steigen, und nächtliche Abkühlung erschwert wird. Im bestehenden Stadtgebiet muss sorgfältig geprüft werden, wo und in welchem Umfang Maßnahmen zur Verbesserung des lokalen Klimas sinnvoll und umsetzbar sind – und welche Methoden dafür in Frage kommen.

Die Stadtklimaanalyse verfolgt das Ziel, die mikroklimatischen Strukturen und thermischen Belastungen in der Abensberger Innenstadt und Kernstadt systematisch zu erfassen und zu bewerten. Dabei sollen lokale Wärmeinseln, Strömungsverhältnisse, Verschattungsbedingungen und Frischluftpotenziale detailliert analysiert werden. Auf dieser Grundlage können erste räumlich klar abgrenzbare Maßnahmen entwickelt und Prioritäten für eine klimaangepasste Stadtentwicklung gesetzt werden. Ein
weiterer zentraler Zweck besteht darin, das Potenzial und die Risiken geplanter oder möglicher Nachverdichtungen in den äußeren Quartieren einzuschätzen. Durch die Bewertung der klimatischen Sensibilität einzelner Quartiere wird nachvollziehbar, in welchen Bereichen eine bauliche Verdichtung kritisch ist oder unter bestimmten Voraussetzungen zukunftsverträglich gestaltet werden kann.

Ergebnis der Stadtklimaanalyse ist eine Klimaanalysekarte, welche Bereiche mit vergleichbaren klimatischen Bedingungen zu zusammenhängenden Gebieten zusammenfasst. Zentrales Instrument ist dabei die Identifikation sogenannter Klimatope, also kleinräumiger Bereiche mit jeweils typischen mikroklimatischen Eigenschaften (VDI-Richtlinie 3787 Blatt 1). Zusätzlich werden Luftaustauschbahnen (Kaltluftflüsse, Luftleitbahnen und usw.) dargestellt. Die Ergebnisse wurden mithilfe von Satellitendaten geprüft (Landoberflächentemperatur an einem Hitzetag) und flossen in die Erstellung einer Planungshinweiskarte ein. Diese stellt Gebiete mit klimatisch-lufthygienischen Nachteilen und Möglichkeiten der klimatischen Aufwertung bzw. Vernetzung mit Ausgleichsräumen dar. Genauso enthält sie beispielsweise Gebiete mit (bedeutenden) klimarelevanten Funktionen und klimatische Ausgleichsräume wie Wälder, Parkanlagen und Auen, welche in ihrer klimatischen Wertigkeit und Funktionen zu stärken und nicht zu gefährden sind.

Demografiefeste Kommune Bayreuth – Integrierte Sozialplanung mit Sozialraummonitoring

Als Bestandteil einer inklusiven, integrativen kommunalen Entwicklungsplanung erstellte KlimaKom im Auftrag der Stadt Bayreuth im Rahmen des Pilotprogrammes „Demografiefeste Kommune“ eine integrierte strategische Sozialplanung. Anhand einer Stadtteilanalyse inklusive Auswertung demografischer Daten und sozialer Infrastrukturen wurde die notwendige Grundlage für das Sozialraummonitoring geschaffen und bereits erste Indikatoren identifiziert. Darauf aufbauend wurde ein umfassender Indikatorenkatalog erstellt und auf Relevanz, Verfügbarkeit und Datenqualität geprüft.

Die Integrierte Sozialplanung stellt eine kommunale Gesamtstrategie dar, die ein ressortübergreifendes Denken und Handeln befördert. Ein wichtiges Instrument ist das digitale Sozialraummonitoring, das kontinuierlich sozialräumliche Daten bspw. zur Bevölkerungsstruktur, Bildung, sozialen Lagen und Infrastruktur erfasst und visualisiert. Dieses Monitoring dient als Frühwarnsystem, um soziale Ungleichheiten und Probleme kleinräumig zu identifizieren und passgenaue sozialpolitische Maßnahmen zu entwickeln. Die Datenaufbereitung erfolgt in Form eines Web-Dashboards mit unterschiedlichen Rechtemodellen für Verwaltung, Politik und Bürgerinnen und Bürger, wodurch Transparenz geschaffen und Entscheidungsgrundlagen verbessert werden. Es werden Angebote sozialer Infrastruktur sowie Bedarfsanalysen sozialräumlich sichtbar gemacht, um gezielt z.B. Betreuungsangebote, Gesundheitsförderung, Integration, Wohnraum und Quartiersentwicklung zu steuern.

Die Integrierte strategische Sozialplanung steht als Teil der Demografie- und Heimatstrategie der Stadt Bayreuth hier kostenlos zur Verfügung: https://www.bayreuth.de/wp-content/uploads/2026/06/Demografiestrategie_Bayreuth-barrierefrei_final.pdf

Wir waren dabei: 2. Klimapakt-Konferenz der Metropolregion Nürnberg

Am 10. November 2025 fand die zweite Klimapakt-Konferenz der Europäischen Metropolregion Nürnberg in Bayreuth auf dem Universitätscampus statt. Zusammen mit ca. 160 Teilnehmenden vertraten Prof. Dr. Manfred Miosga und David Kienle die KlimaKom gemeinnützige eG bei der Klimapakt-Konferenz. Dabei waren unterschiedliche Akteur*innen aus Kommunalverwaltung und -politik, Wissenschaft und Energienetzbetreibern, Stadt- und Gemeindewerken, Energiegenossenschaften und weitere Gestalter*innen des Wandels. Die Kommunen der Region setzten damit unter dem Motto „Energiewende – einfach machen!“ ein wichtiges Zeichen, dass sie einfach weiter machen und sich nicht entmutigen lassen wollen.

Ein Rückblick befindet sich auf den Seiten der Klimapakt-Konferenz: https://www.metropolregionnuernberg.de/aktuelles/news/klimapakt-konferenz-einfach-machen-wie-die-kommunen-der-metropolregion-nuernberg-die-energiewende-vorantreiben

Boden gut machen!

Klimapolitische Mittagspause: Herausforderungen und Chancen der Bodenwende

Online in zoom am 18. November 2025, 12:00-12:45 Uhr

Boden ist die Grundlage unseres Lebens und entscheidend für Klimaschutz, Biodiversität und Ernährung. Doch durch Versiegelung und Übernutzung gerät er zunehmend unter Druck. Wir brauchen eine „Bodenwende“, bei der gerade Kommunen viel bewirken können.

Wir wollen mit Ihnen besprechen, wie wir Flächen sparsam und bodenschonend ausweisen, bestehende Flächen nachhaltig nachverdichten und umnutzen können. Welche Herangehensweise braucht es, um brachliegende Grundstücke zu mobilisieren, urbane Grünflächen zu erhalten und Flächen zu entsiegeln, damit Kommunen widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen werden? Und wie muss die begleitende Öffentlichkeitsarbeit gestaltet werden, um das Bewusstsein für den Wert des Bodens zu stärken?

Erfahren Sie, welche innovative Ansätze und Möglichkeiten Ihre Kommune bei der Bodenwende hat, und diskutieren Sie mit Dr. Sabine Hafner, Projektleitung bei KlimaKom gemeinnützige e. G., Mitautorin des FES-Klima-Handbuchs für Kommunen, und Dr. Tamara Müller, MdL, klimapolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion!

Moderation: Ellen Diehl, Friedrich-Ebert-Stiftung

Moderation der Auftaktveranstaltung Forum Klimaanpassung im Landkreis Main-Spessart

Die Auftaktveranstaltung für das „Forum Klimaanpassung“ fand am 4. November 2025 auf Burg Rothenfels statt.

Ziel der Veranstaltung am 04. November war es, das Forum zu etablieren und Akteure aus unterschiedlichen Bereichen für das Thema Klimaanpassung zu gewinnen. Dr. Sabine Hafner moderierte die Veranstaltung, bei der es neben Impulsvorträgen und der Präsentation von Umfrageergebnissen auch eine Gruppenarbeitsphase zur Schwerpunktsetzung gab.

Wir waren dabei: KlimaKom beim Vernetzungsworkshop „Klimaanpassung in der sozialen Arbeit“ in Frankfurt am Main

Am 5. November 2025 organisierte der Paritätische Gesamtverband einen Vernetzungsworkshop zu den Herausforderungen soziale Einrichtungen angesichts der Klimakrise. Dabei wurden Themen des Gesundheitsschutzes bei Hitze und Extremwetter, kommunale Strategien und Förderungen, erste Maßnahmen bei geringen Ressourcen und strategische Ansätze vorgestellt. Wir von der KlimaKom waren dabei und stellten die Möglichkeiten eines an die jeweilige Organisation oder Einrichtung angepassten Klimaanpassungskonzepts vor. Denn steigende Temperaturen, Hitze- und Starkregenereignisse sowie neue gesetzliche Anforderungen erfordern klare Strategien und gute Schutzmaßnahmen.

Mehr Informationen: https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/vernetzungsworkshop-klimaanpassung-in-frankfurt-main/

15 Jahre KlimaKom – ein Grund zu Feiern

Im Sommer 2010 wurde der Grundstein zur Gründung der KlimaKom gelegt. Seitdem hat unser Team über 210 Projekte erfolgreich begleitet und mehr als 120 Städte, Gemeinden und Landkreise dabei unterstützt, ihre Region in den Bereichen Klimaschutz- und Klimaanpassung, Stadt- und Regionalentwicklung, Nachhaltigkeit und Resilienz voranzubringen.

Wir haben die Feierlichkeiten zugleich genutzt, Dr. Sabine Hafner für 12 Jahre engagierte Vorstandstätigkeit zu danken. Am 25.06.2025 haben David Kienle und Janis Schiffner das Vorstandsamt übernommen. Sabine möchte sich zukünftig voll und ganz auf die Projektleitung konzentrieren und war daher sehr froh, dass sie das Amt an zwei Kollegen weitergeben konnte, die unsere Genossenschaft sehr gut kennen und ebenfalls langjährige Erfahrung in unseren Tätigkeitsfeldern mitbringen.

Alter und neuer Vorstand der KlimaKom (v.r.: Dr. Sabine Hafner, Janis Schiffner und David Kienle).

Online-Seminar Mobilität von morgen – schon heute planen

Illustration: Stadtwerke Pfaffenhofen

Der Verkehrssektor ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasemissionen – rund ein Viertel der gesamten Emissionen in Deutschland entsteht hier. Trotz politischer Zielsetzungen ist bislang kein signifikanter Rückgang zu verzeichnen. Deshalb ist klar: Die Mobilitätswende muss vor Ort beginnen – in den Kommunen. Gerade in sehr ländlichen Gemeinden stellt Mobilität eine zentrale Herausforderung dar: Die Wege sind weit, der ÖPNV oft unzureichend, das eigene Auto nahezu unverzichtbar. Gleichzeitig steigen Kraftstoffpreise, Klimaschutzziele und die Wünsche nach lebenswerten Ortskernen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig lokale Lösungen zu schaffen. Dazu bieten die Stadtwerke Pfaffenhofen und die KlimaKom mit der Schule der Dorf- und Landentwicklung Abtei Plankstetten e.V. ein Online-Seminar an. Dieses richtet sich an kleinere Gemeinden mit bis zu 2.500 Einwohnern (z.B. Bürgermeister, Mitarbeitende der Verwaltung und ILE-Manager). Sie können von den Erfahrungen profitieren, die das Team der Stadtwerke in den letzten Jahren unter anderem auch im Bereich der ländlichen Ortsteile gemacht hat.