Referenzen

 

  • Augsburger Klimaschutzstrategie

Die Stadt Augsburg hat sich zum politischen Ziel gesetzt, ihre CO2-Emissionen bis 2030 zu halbieren und schließlich Klimaneutralität zu erreichen. Hierfür sind umfangreiche Veränderungsprozesse in unterschiedlichen Handlungsbereichen erforderlich. Für das Anstoßen und strategische Begleiten dieser Prozesse bedarf es sowohl eines ambitionierten als auch eines konkreten und strukturierten Fahrplans, der die notwendigen Entwicklungspfade und Maßnahmen aufzeigt. Es braucht klar definierte Umsetzungsschritte und die dazu notwendigen politischen Weichenstellungen. Für die Stadt Augsburg haben wir die zentralen Handlungsfelder definiert und Reduktionspfade aufgezeigt. Die strategischen Ansätze und daraus resultierenden Maßnahmen wurden auf die operationelle Ebene heruntergebrochen. Neben der Beleuchtung des aktuellen Status des städtischen Klimaschutzcontrollings war eine begleitende Akteursbeteiligung Teil der Studie. Ergebnis war eine Anleitung für einen Transformationsprozess, der in Bündnissen zwischen Stadtpolitik, Stadtverwaltung, kommunalen Beteiligungen sowie der Stadtgesellschaft und der Wirtschaft in den nächsten Jahren zu verwirklichen ist.

  • Klimahandbuch für Kommunen und Zukunftslabore

Das Klima-Handbuch für Kommunen gibt einerseits einen Überblick über die aktuellen Herausforderungen unserer Zeit – Umwelt-, Klima- und zunehmend auch soziale Krise – und beschreibt Handlungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene in den Themenfeldern Energie, Mobilität, Bauen und Wohnen, Wirtschaft und Konsum sowie Ernährung und Landwirtschaft. Anhand von zahlreichen Praxisbeispielen wird deutlich, dass an vielen Stellen bereits erfolgreich klima-, ressourcenschonende und solidarische Praktiken gelebt werden und die Kommune eine entscheidende Rolle beim Erfolg solcher Projekte spielen kann. Diese Pioniere des Wandels machen Mut sich ebenfalls auf den Weg zu machen.

Das Grundlagenwerk wurde 2020 im Auftrag des Bayernforums der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) geschaffen. In Kooperation mit den jeweiligen Länderbüros der FES wurden weitere Klima-Handbücher für die Bundesländer Hessen und NRW entwickelt. Weitere Bücher für Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz / Saarland sowie Brandenburg, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern sind in der Umsetzung sowie eine Neuauflage des Handbuchs für Bayern. Hier geht es zu den Klima-Handbüchern der einzelnen Länder:

Im Anschluss wurde das Format der „ZukunftsLabore für Kommunen“ erarbeitetet. Das ein- bis zweitägige Praxisseminar trägt die Inhalte des Klima-Handbuchs in die Kommune und möchte dabei unterstützen Transformationsprozesse vor Ort mit den lokalen Akteuren anzustoßen und voranzutreiben. Angesprochen wird ein möglichst breiter Personenkreis aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft, um gemeinsame Ziele sowie auf die lokalen Gegebenheiten abgestimmte Maßnahmen zu erarbeiten und so einen Grundstein für eine zukünftige Zusammenarbeit zu legen.

            Graphic Recording Zukunftslabor Bischofsgrün – Sparneck; erstellt von Lena Wenz

 

  • Klimaanpassungsstrategie für den Landkreis Bayreuth

Bisher war der Landkreis Bayreuth vor allem im Bereich Klimaschutz aktiv, im Jahr 2021 soll auch die Klimafolgenanpassung verstärkt angegangen werden. Hierzu wurden das Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz (ThINK) und die KlimaKom eG vom Landratsamt beauftragt, ein Klimaanpassungskonzept zu erarbeiten. Der Landkreis ist aufgrund seiner reichen naturräumlichen Ausstattung (u.a. Fränkische Schweiz, Obermainisches Hügelland, Fichtelgebirge) und damit verbundenen klimatischen Variabilität ein spannendes Betätigungsfeld für die Klimafolgenanpassung. Wichtige Bausteine des Konzepts sind die fundierte Klimadaten- und Klimawirkungsanalyse, die Akteurseinbindung und die Erarbeitung eines Kataloges von Leuchtturmmaßnahmen. Während ThINK die fachlichen Grundlagen schafft, nutzte KlimaKom ihre regionale Expertise, um alle relevanten Akteure in den Anpassungsprozess einzubinden. Den Abschluss des Projekts bildete das 5. Bayreuther Klimaschutzsymposium unter dem Motto „„Anpassung an die Folgen der Erderwärmung“.

  • Innenentwicklung in Burgkunstadt

Die Stadt Burgkunstadt hat es sich zum Ziel gesetzt, ihre vorhandenen Innenentwicklungspotenziale zu erheben. Die Ausweisung immer neuer Bau- und Gewerbegebiete setzt auf Dauer sowohl eine monetäre als auch eine klima- und umweltschädliche sowie ästhetische Abwärtsspirale in Gang, welcher es frühzeitig durch Maßnahmen der Innenentwicklung entgegenzuwirken gilt. Da Maßnahmen, welche in den Jahrzehnten des demographischen und wirtschaftlichen Wachstums praktiziert wurden, neu bewertet und angepasst werden müssen, stellt das Thema Innenentwicklung eine große Herausforderung für die kommunalen Entscheidungsträger:innen dar. Mit der Erhebung der Innenentwicklungspotenzial und eines Innenentwicklungsmanagement kann ein substanzieller Betrag zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme geleistet werden. Burgkunstadt und die ländlichen Regionen in Bayern stehen in den kommenden Jahren vor der Herausforderung, eine nachhaltige Siedlungsentwicklung und einen sparsamen Umgang mit dem nicht zu vermehrbaren Gut Fläche mittels des Grundsatzes „Innenentwicklung vor/statt Außenentwicklung“ zu verfolgen. KlimaKom entwickelte für die Stadt die konzeptionellen Grundlagen. Im Januar 2022 sollen die Ergebnisse im Rahmen eines „Bauworkshops“ mit den politischen Entscheidungsträger:innen diskutiert werden.

  • Landkreis Schweinfurt Neue Wege der Innenentwicklung denken und gehen

Der Landkreis Schweinfurt hat sich zum Ziel gesetzt, einen substanziellen Beitrag zum Flächensparen durch die Umsetzung des Grundsatzes „Innen- vor Außenentwicklung“ zu machen. Obwohl der Landkreis und die Kommunen bzw. die bestehenden Allianzen hier eine Vorreiterrolle einnehmen, die durch bayernweit bekannte Modellprojekte unterstrichen werden, ist das Problembewusstsein (in einigen Kommunen) noch nicht so groß bzw. die konsequente Umsetzung einer Innenentwicklungsstrategie noch nicht ausreichend Bestandteil kommunaler Entwicklungsansätze, so dass eine zufriedenstellende Einsparung an Fläche erreicht werden konnte. Nach wie vor ist der Druck auf die kommunalen Gremien, neue Bauplätze zu schaffen, ungebrochen hoch – nicht zuletzt auch dadurch, dass ein hoher Siedlungsdruck, insbesondere in den Kommunen im sog. Speckgürtel der kreisfreien Stadt Schweinfurt besteht. Dem Bauen oder Sanieren im Bestand kommt noch zu wenig Bedeutung zu. Aus diesem Grund initiierte der Landkreis das Projekt „Neue Wege der Innenentwicklung denken und gehen“. Damit soll das Thema Innenentwicklung dauerhaft als strategische Aufgabe im Landkreis Schweinfurt etabliert werden. Die Strategie soll auf den Ebenen Kommunen, Kommunalallianzen (ILE-Regionen) und Landkreis gleichermaßen greifen und die wesentlichen Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Politik, Bürgerschaft und weiterer Kreise wie Baufachleute umfassen und ihr Handeln strategisch und synergetisch auf Flächensparen und Innenentwicklung ausrichten. Die von KlimaKom entwickelte Strategie besteht aus mehreren Bausteinen, die ineinandergreifen und eine langfristige Förder- und Organisationsstruktur im Landkreis sowie einen Imagewandel der Innenentwicklung zum Ziel haben. Das Projekt wurde im Herbst mit Coachings politischer Entscheidungsträger:innen, Innentwicklungslots:innen, einer Vernetzungsveranstaltung der Landkreise Schweinfurt, Donau-Ries sowie der Wetterau in Hessen und einer Abschlussveranstaltung beendet

  • Resilienz und Landentwicklung – Pfadwechsel: Vitalität und Anpassungsfähigkeit in ländlich geprägten Kommunen Bayerns

Deutschlands Regionen müssen resilienter werden! Das offenbaren nicht nur die immer häufiger auftretenden Hochwasserkatastrophen, sondern auch die eher schleichenden Veränderungsprozesse, wie die zunehmende Erderhitzung. Daher braucht es in der ländlichen Entwicklung vorausschauende Konzepte und Ansätze, mit Hilfe derer die Widerstandskraft und Robustheit gegenüber Krisen ausgebaut und der sozial-ökologische Wandel vorangetrieben werden kann. Eine resiliente Region besitzt die Fähigkeit, Krisen so zu meistern, dass die für das Wohlergehen ihrer Bevölkerung wesentlichen Funktionen, Strukturen und Beziehungen intakt bleiben. Aufbauend auf den Erfahrungen im Modellprojekt „Resilienz und Landentwicklung“ aus dem Jahr 2019 und der Erarbeitung eines Prototypens in der Arbeitsgemeinschaft AOVE im Jahr 2020 erfährt das Konzept der Resilienz in ländlichen Regionen nun eine Verbreiterung und weitere empirische Fundierung sowie Erprobung in Bayern. Dabei wurde der folgenden Frage nachgegangen: Wie können die Instrumente der Landentwicklung einen Beitrag zu resilienten ländlichen Regionen leisten? Ziele sind …

1. … die Integration von Themen der Resilienz in das Förderprogramm LEADER, so dass in der nächsten Förderperiode alle LEADER-Regionen in Bayern ihre Lokale Entwicklungsstrategie auf die Stärkung ihrer Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit ausrichten können. Modellregion ist der Landkreis Kronach. Als weitere LEADER-Region wurde noch die Region Bamberg im Jahr 2021 betreut – es fand eine Evaluierung der letzten Förderperiode statt, eine Bestandsaufnahme sowie eine Verwundbarkeitseinschätzung wurde durchgeführt und ein Bilanz- Und Perspektiven-Workshop konnte Online durchgeführt werden.
2. … alle Instrumente der Landentwicklung in den Regionen Schweinfurt, Tirschenreuth und Wunsiedel auf Resilienz auszurichten und insbesondere das synergetische Zusammenspiel der unterschiedlichen Instrumente zu verbessern.
3. … die Weiterentwicklung von Konzepten, Beteiligungsformaten und Umsetzungsverfahren der Integrierten Ländlichen Entwicklung in den ILE-Resilienz-Modellen Waginger See-Rupertiwinkel, Mittleres Ries und Pfahl unter dem Dach der Resilienz.

  • Regionales Entwicklungskonzept Brenzregion (Baden-Württemberg)

LEADER steht für die “Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft” und ist ein Förderinstrument der Europäischen Union zur Stärkung und Weiterentwicklung der ländlichen Räume. Die Europäische Union unterstützt mit dem LEADER-Ansatz seit 1991 modellhafte Projekte im ländlichen Raum. Das LEADER-Förderprogramm zeichnet sich insbesondere durch seinen „Bottom-Up-Ansatz“ aus, d.h. die Menschen vor Ort entscheiden innerhalb einer LEADER-Aktionsgruppe (LAG) über die Entwicklungsstrategie für ihre Region und über die zu fördernden Projekte. Eine solche LAG besteht deshalb ausschließlich aus lokalen Akteuren. Zu diesen Akteuren gehören engagierte Bürger, Interessensvertreter der örtlichen Wirtschaft und Verwaltung sowie der regionalen Politik. Ziel von LEADER ist es, die ländlichen Räume zukunftsfähig zu machen, daher stehen nachhaltige Projekte und Prozesse im Mittelpunkt der Förderung. Darüber hinaus sollen die Innovations- und Wirtschaftskraft in den Regionen, die interkommunale Zusammenarbeit und der Tourismus gestärkt werden. Eine nachhaltige strukturelle Weiterentwicklung der LEADER-Regionen soll erreicht werden, indem Antworten auf drängende Herausforderungen unserer Zeit entwickelt und erprobt werden. Hierzu zählen insbesondere auch der demografische Wandel, der Klimawandel und der Ressourcenschutz. Für die LAG Brenzregion begann KlimaKom im Herbst 2021 das Regionale Entwicklungskonzept zu erarbeiten – mit einer Bestandsaufnahme. Die Arbeiten werden im Jahr 2022 fortgesetzt.

  • Nachhaltigkeitskonferenzen und Klausuren

Die KlimaKom unterstütze kommunale Entscheidungsträger:innen im Rahmen von ein- bis mehrtägigen Klausurtagungen. Ziel war es, die Entscheidungsträger:innen in die Lage zu versetzen, für ihre Kommunen ein inhaltliches Arbeitsprogramm zu entwickeln, um den Nachhaltigkeitspfad einzuschlagen. Die Klausurtagungen wurden für Edelsfeld (Landkreis Amberg-Sulzbach) und Vilseck durchgeführt.

  • Klimafit – Klimawandel vor der Haustür! Was kann ich tun?

Mit klimafit soll ein Beitrag zur Umsetzung der Klimaschutzziele von Paris und zu den SDGs geleistet werden. Dies geschieht seit 2017 handlungsorientiert auf regionaler Ebene in Form eines vhs-Kurses, der deutschlandweit jährlich angeboten wird. An sechs Kursabenden wird nicht nur der aktuelle Stand der Wissenschaft zum Thema Klimawandel vorgestellt und diskutiert. Es werden auch Ansatzpunkte für klimafreundliches Alltagshandeln und lokales Engagement aufgezeigt und direkt in die Praxis umgesetzt. Dabei sind zahlreiche Partner vor Ort involviert: die Klimaschutzbeauftragten der Kommunalverwaltungen, die ortsansässigen Volkshochschulen und die von den Projektpartnern ausgebildeten lokalen Kursleitenden. Eingebunden in das Kursangebot sind ebenfalls regionale Klimaschutz-Initiativen und lokale und regionale Expertinnen zu verschiedenen Schwerpunktthemen. Innerhalb des Kursangebotes werden Bürger:innen zu Akteur:innen des kommunalen Klimaschutzes aus- und weitergebildet. Alles weitere zum Projekt ist zu finden unter

www.klimafit-kurs.de

Das Projekt klimafit ist ein gemeinsames Forschungsprojekt vom Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen (REKLIM) und dem WWF Deutschland. Das Projektteam wird durch die sogenannten „Hubs“ erweitert. Diese sieben Regionalzentren koordinieren die Kurse und dienen als Schnittstelle zwischen der Projektleitung und den an den Kursstandorten involvierten Parteien. Seit Herbst 2021 stellt KlimaKom den „Hub Bayern“ dar und betreut alle bayerischen Standorte.

Die weiteren Regionalzentren werden gestellt von